Es gibt kör­per­li­che Symptome, für die sich bei der ärzt­li­chen Untersuchung kei­ne kör­per­li­che Ursache fin­den lässt: die psy­cho­so­ma­ti­schen Symptome. In ihnen drü­cken sich Gefühle aus, die anders nicht aus­ge­drückt wer­den kön­nen. Überwiegend sind es eher unan­ge­neh­me Gefühle wie Wut, Zorn, Ärger oder Trauer, die ver­drängt wur­den.

Es han­delt es sich also um eine Art Sprache der Organe. Die Entwicklung der Sprache hat die­se Zusammenhänge über vie­le Jahrhunderte hin­weg intui­tiv begrif­fen und in zahl­rei­chen Redewendungen aus­ge­drückt. Manche Redewendungen kön­nen uns als Schlüssel für die Organsprache die­nen.

Arm
Der Arm des Gesetztes
Jemanden auf den Arm neh­men
Jemandem in die Arme lau­fen
Jemandem unter die Arme grei­fen
Jemanden in die Arme trei­ben
(Ihre Vorschläge bit­te in die „Kommentare“ schrei­ben)

Augen
Ich traue mei­nen Augen nicht
Etwas springt mir ins Auge
Das kann ich mit ver­schlos­se­nen Augen sehen
Da bin ich mit einem blau­en Auge davon­ge­kom­men
Hast Du kei­ne Augen im Kopf?
Du bist doch wirk­lich ein „blin­des Huhn!“
Kurzsichtig han­deln
Weitblick haben
Da bleibt kein Auge tro­cken
Das kann ins Auge gehen
Ein Dorn im Auge
Augen wie ein Luchs haben
Jemanden aus den Augen ver­lie­ren
Aus den Augen, aus dem Sinn
Den Dingen ins Auge schau­en
Mit Blindheit geschla­gen sein
Das geht ins Auge
Das zu sehen, tut mei­nen Augen weh
Sich ver­gu­cken
Scheuklappen vor den Augen haben
Blind vor Wut
Mangelnde Einsicht
Augen sind die Tore der Seele
Ein Auge (oder einen Blick) auf jeman­den wer­fen
Etwas ins Auge fas­sen
Ein Auge (oder einen Blick) ris­kie­ren
Sich Auge in Auge gegen­über­ste­hen
Mit Blicken töten
Einäugig sein
Tomaten auf den Augen haben
Jemanden ver­geht Hören und Sehen
Das Auge des Gesetzes
Jemanden aus den Augen gehen
Jemandem Sand in die Augen streu­en
Das Auge isst mit
Das Auge wird belei­digt
Auge um Auge, Zahn um Zahn
Ganz Auge und Ohr sein
Der Gefahr ins Auge sehen
Mit einem blau­en Auge davon­kom­men
Das passt wie die Faust aufs Auge
Die Augen ver­dre­hen
Die Augen auf­sper­ren
Jemandem die Augen öff­nen
Die Augen vor etwas ver­schlie­ßen
Etwas mit ande­ren Augen sehen
Ein (oder kein) Auge (oder einen Blick) für etwas oder jeman­den haben
Den Einblick oder Durchblick haben
Auf den ers­ten (oder zwei­ten) Blick
Ein Blick hin­ter die Kulissen wer­fen
Über den Tellerrand schau­en (oder einen Blick über den Tellerrand wer­fen)
In die Röhre gucken
Den Leuten (oder dem Volk) aufs Maul schau­en
Sich (nicht) in die Karten schau­en las­sen
Jemandem auf die Finger schau­en
Jemandem über die Schulter schau­en
(Nicht)auf das Geld schau­en
Mit Blindheit geschla­gen sein
Blind wie ein Maulwurf sein
Blind auf einem Auge sein
Liebe macht blind
Von hin­ten durch die Brust ins Auge
Augenwischerei

Blase
Mir schlägt der Ärger auf die Blase
Vor Schreck in die Hose machen
Eine schwa­che Blase haben

Beine
Dafür reiß ich mir ein Bein aus
Die Beine in die Hand neh­men
Lügen haben kur­ze Beine
Jemandem ans Bein pis­sen (oder pin­keln)
Stein und Bein schwö­ren
Mit dem fal­schen Bein zuerst auf­ste­hen
Sich einen Klotz ans Bein bin­den
Jemandem einen Knüppel zwi­schen die Beine wer­fen
Durch Mark und Bein gehen
Mit einem Bein (oder Fuß) im Gefängnis/Grab ste­hen
Kein Bein auf die Erde krie­gen
Von einem Bein aufs ande­re tre­ten
Jemanden wie­der auf die Beine brin­gen
Etwas auf die Beine stel­len
Beine krie­gen; Jemandem Beine machen
Die Beine in die Hand neh­men

Blut
Blut ist dicker als Wasser
Heißblütig/kaltblütig
Ruhigen Blutes sein
Etwas geht in Fleisch und Blut über
Blut an den Händen kle­ben haben
Mit Blut und Eisen
Blaues Blut haben
Ein Mensch aus Fleisch und Blut
Böses Blut
Der Rhythmus geht ins Blut
Das Blut in Wallung brin­gen
Blut geleckt haben
Ruhig Blut bewah­ren
Blut und Wasser schwit­zen
Jemandem kocht das Blut in den Adern
Jemandem stockt das Blut in den Adern
Etwas liegt jeman­dem im Blut
Bis aufs Blut

Darm
Schiss haben
Sich etwas ver­knei­fen
Etwas nicht ver­dau­en kön­nen
Schleimscheißer
Angst auf den Darm schlägt (zur unfrei­wil­li­gen Entleerung füh­ren kann)
Wenn man gleich­zei­tig rennt und sei­nen Darm ent­leert, bekommt man Scheiße an den Füßen
Man scheisst nicht dort, wo man isst

Füße
Kalte Füße krie­gen
Zwei lin­ke Füße haben
Sich die Hacken (oder Beine oder Füße) wund lau­fen
Sich die Füße unter den Arm klem­men
Auf gro­ßem Fuß leben
Etwas hat Hand und Fuß
Jemanden auf dem fal­schen Fuß erwi­schen
Das Gewehr bei Fuß ste­hen haben
Den Fuß in der Tür haben
Nie wie­der den Fuß über jeman­des Schwelle set­zen
Fuß fas­sen
Von Kopf bis Fuß
Wo der Kaiser zu Fuß hin­geht
Gut (oder schlecht) zu Fuß sein
Auf frei­em Fuß sein
Jemanden auf frei­en Fuß set­zen
Mit jeman­den auf gutem Fuß ste­hen
Keinen Fuß vor die Tür (oder das Haus) set­zen
Jemandem auf den Schlips tre­ten
Sich auf den Schlips getre­ten füh­len
Bei jeman­dem die Füße unter den Tisch stre­cken
Sich kal­te Füße holen
Jemandem die Füße küs­sen
Etwas schmeckt wie ein­ge­schla­fe­ne Füße
Über die eige­nen Füße stol­pern
Immer wie­der auf die Füße fal­len
Meine Füße sind schwer wie Blei
Sich auf die eige­nen Füße stel­len
Auf eige­nen Füßen ste­hen
Jemandem etwas vor die Füße wer­fen
Etwas mit Füßen tre­ten

Faust
Das passt wie die Faust aufs Auge
Es faust­dick hin­ter den Ohren haben
Die Faust bal­len
Mit der Faust auf den Tisch hau­en
Mit eiser­ner Faust
Die Faust im Nacken spü­ren
Etwas auf eige­ne Faust tun
Jemandem die Faust unter die Nase hal­ten

Finger
Dem zieht der Geiz die Finger krumm
Finger (oder Hände) weg
Sich die Finger (oder Hände) schmut­zig machen
Die Finger (oder Hände) im Spiel haben
Die Finger drin (oder dazwi­schen) haben
Mit etwas Fingerspitzengefühl
Jemandem auf die Finger schau­en
Jemanden um den klei­nen Finger wickeln
(Nicht) die Finger von etwas las­sen
Sich die Finger ver­bren­nen
Den Finger in die Wunde legen
Mit dem Finger auf jeman­den zei­gen
Jemandem auf die Finger klop­fen
Etwas durch die Finger schlüp­fen (oder gehen) las­sen
Lange Finger machen
Sich die Finger wund schrei­ben (oder tip­pen)
Das sagt mir mein klei­ner Finger
Das kann man an den Fingern einer Hand abzäh­len

Galle
Gift und Galle spu­cken
Da läuft einem die Galle über
Mir kommt die Galle hoch

Gelenke
Etwas übers Knie bre­chen
Nicht vor­an­kom­men
Keinen Schritt tun kön­nen
Keinen (guten) Stand haben
In die Knie gehen
Wer ras­tet, der ros­tet

Genitalbereich
(Ihre Vorschläge bit­te in die „Kommentare“ schrei­ben)

Haare
Da stel­len sich die Haare auf
Jemandem sträu­ben sich die Haare
Sich in die Haare gera­ten
Sich die Haare rau­fen
Sich die Haare aus­rei­ßen
Jemandem die Haare vom Kopf fres­sen
Niemandem ein Haar krüm­men kön­nen
Haare spal­ten, Haarspalterei
Mit Haut und Haaren
Kein gutes Haar an jeman­dem (oder an etwas) las­sen
Das Haar in der Suppe fin­den
Um ein Haar
An einem Haar hän­gen
Sich aufs Haar glei­chen
Sich (kei­ne) graue Haare wach­sen las­sen
Das kannst du dir in die Haare schmie­ren
Haare auf den Zähnen haben
Haare las­sen müs­sen
Mir ste­hen die Haare zu Berge

Hals
Im Halse ste­cken blei­ben
Einen Kloß im Hals haben
Mir schwillt der Hals
Den Hals nicht voll krie­gen
Mir platzt der Hals
Ich hab so einen Hals
Das hängt mir zum Hals raus
Halsabschneider
Den Hals nicht voll genug krie­gen
Jemandem schlägt das Herz bis zum Hals
Hals über Kopf
Bis zum Hals in etwas ste­cken
Jemandem steht das Wasser bis zum Hals
Jemanden (oder etwas) am Hals haben
Sich jeman­den (oder etwas) vom Hals schaf­fen
Sich jeman­den (oder etwas) vom Hals hal­ten
Jemandem den Hals umdre­hen
Jemandem an den Hals gehen
Den Hals aus der Schlinge zie­hen
Seinen Hals ris­kie­ren
Jemandem etwas an den Hals wün­schen
Einem wird Jemand auf den Hals gehetzt
Einen Frosch im Hals haben
Mach den Hals zu!
Hals- und Beinbruch!
Aus vol­lem Hals
Jemandem vom Hals blei­ben
Jemandem um den Hals fal­len
Das kann einem den Hals kos­ten
Sich den Hals ver­ren­ken (oder aus­ren­ken)
Jemandem die Krätze an den Hals wün­schen

Hände
Wachs in jeman­des Händen sein
Mit Herz und Hand
Von der Hand in den Mund
Etwas hat Hand und Fuß
Das kann man an den Fingern einer Hand abzäh­len
Etwas geht Hand in Hand
Etwas geht schnell von der Hand
Etwas (oder jeman­den) in der Hand haben
Das ist nicht von der Hand zu wei­sen
Das Heft in der Hand hal­ten (oder aus der Hand geben)
Etwas in die Hand neh­men
Die Hand gegen jeman­den erhe­ben
Jemandem rutscht die Hand aus
An etwas Hand anle­gen
Die Hand ins Feuer legen
Eine fes­te Hand
Das liegt auf der Hand
Von lan­ger Hand geplant
Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach
Sich die Klinke in die Hand geben
Sich die Hand fürs Leben rei­chen
Jemandem aus der Hand fres­sen
Seine Hand im Spiel haben
Etwas in die Hände gespielt bekom­men
In fal­sche Hände gera­ten
Sich die Hände rei­ben
Jemandem sind die Hände gebun­den
Jemandem in die Hände arbei­ten
Die Hände in Unschuld waschen
In ande­re Hände über­ge­hen
In die Hände spu­cken
Zwei lin­ke Hände haben
Zwei rech­te Hände haben
Alle Hände voll zu tun haben
Die Hände über dem Kopf zusam­men­schla­gen
Die Hände über­all drin haben
Etwas mit einem Handstreich errin­gen
Handzahm sein
Die Hände in den Schoß legen

Haut
Ein dickes Fell haben
Dünnhäutig sein
Aus der Haut fah­ren
Sich in sei­ner Haut nicht wohl füh­len
Es geht unter die Haut
Eine alte Haut able­gen
Eine ehr­li­che Haut
Das geht mir unter die Haut
Das ist zum aus der Haut fah­ren
Gänsehaut krie­gen
Etwas haut­nah erle­ben
Mit Haut und Haaren
Auf der fau­len Haut lie­gen
Nicht in der Haut von jeman­dem anders ste­cken wol­len
Seine eige­ne Haut zu Markte tra­gen
Seine Haut teu­er ver­kau­fen
Jemandem die Haut (oder das Fell) ger­ben
Jemandem die Haut (oder das Fell) über die Ohren zie­hen
In die Haut eines ande­ren schlüp­fen
Eine ehr­li­che Haut sein
Mit hei­ler Haut davon­kom­men
Seine eige­ne Haut ret­ten
Nicht aus sei­ner Haut kön­nen
Nur noch Haut und Knochen sein
Sich in sei­ner Haut wohl (oder unwohl) füh­len
Sich sei­ner Haut zu weh­ren wis­sen
Nur noch Haut und Knochen sein

Herz
Etwas geht mir zu Herzen
Man nimmt sich etwas zu Herzen
Es bricht mir das Herz
Das Herz ver­lie­ren
Herzeleid, Herzschmerz, beherzt sein
Es zer­reißt mir das Herz
Da wird mir leicht ums Herz
Ein Stein vom Herzen fal­len
Sich etwas zu Herzen neh­men
Etwas auf dem Herzen haben
Etwas nicht übers Herz brin­gen kön­nen
Ein gro­ßes Herz haben, groß­her­zig sein
Es ist einem etwas (oder jemand) ans Herz gewach­sen
Seinem Herzen Luft machen
Jemandem sein Herz aus­schüt­ten
Auf sein Herz hören
Sein Herz ver­schen­ken
Jemanden ins Herz schlie­ßen
Jemandem das Herz bre­chen
Es zer­reißt jeman­dem das Herz
Sein Herz auf der Zunge tra­gen
Sein Herz ver­lie­ren
Jemanden ins Herz tref­fen
Ein har­tes Herz haben, hart­her­zig sein
Ein Herz aus Stein haben
Ein Herz aus Gold haben
Kein Herz haben, herz­los
Ein Herz für etwas haben
Etwas auf Herz und Nieren prü­fen
Mit Herz und Hand
Sein Herz in die Hand neh­men
Sich ein Herz fas­sen
Hand aufs Herz
Jemandem rutscht das Herz in die Hose
Die Sonne in sei­nem Herzen haben
Ein Herz und eine Seele sein
Was das Herz begehrt
Jemandem blu­tet das Herz
Jemand hat ein Herz wie Butter
Jemandem schlägt das Herz bis zum Hals
Das Herz auf dem rech­ten Fleck haben
Jemandem geht das Herz auf
Ein gro­ßes Herz haben; groß­her­zig sein
Herz ist Trumpf
Mir liegt etwas am Herzen
Für jeman­den einen Platz im Herzen haben
Das ist mir aus dem Herzen gespro­chen
Von Herzen gern
Sich etwas von Herzen wün­schen
Etwas kommt von Herzen
Etwas auf dem Herzen haben
Mit dem Herzen dabei sein
Jemandem von gan­zem Herzen dan­ken
Jemandem fällt eine Last vom Herzen
Nur mit hal­bem Herzen dabei sein; halb­her­zig
Jemandem flie­gen alle Herzen zu
Alle Herzen im Sturm erobern
Zwei Herzen schla­gen in einer Brust
Seinem Herzen einen Ruck (oder einen Stoß) geben
Ein Herz und eine Seele sein
Von Herzen gern
Herzlichen Dank

Knie
Eine Sache übers Knie bre­chen
In die Knie gehen
Einen Kniefall machen
Jemanden in die Knie zwin­gen
Jemanden übers Knie legen
Weiche Knie bekom­men (oder haben)
Sich ins eige­ne Knie schie­ßen
Jemandem eine Bulette ans Knie labern
Eine Story ins Knie geschraubt bekom­men

Knochen
Nass bis auf die Knochen
Er ist nur noch Haut und Knochen (vor Kummer)
(Ihre Vorschläge bit­te in die „Kommentare“ schrei­ben)

Kopf/Gehirn
Es macht mir Kopfzerbrechen
Ich zer­mar­te­re mein Gehirn
Mit dem Kopf durch die Wand
Nicht wis­sen, wo einem der Kopf steht
Man bekommt „den Kopf ver­dreht
Kopflos, sich behaup­ten
Ein Brett vor dem Kopf haben
Es wächst mir über den Kopf
Kühlen Kopf bewah­ren
Den Kopf in den Sand ste­cken
Das geht mir nicht aus dem Kopf
Das bekom­me ich nicht in den Kopf
Sich Kopfzerbrechen machen
Sich etwas durch den Kopf gehen las­sen
Das berei­tet mir ech­te Kopfschmerzen
Mir raucht der Kopf
Jemandem schwirrt der Kopf
Das muss ich mir noch mal durch den Kopf gehen las­sen
Ein Brett vorm Kopf haben
Bunte Knete, Stroh, Rosinen, Grütze … oder sons­ti­ges im Kopf haben
Auf den Kopf gefal­len sein bzw. nicht auf den Kopf gefal­len sein
Etwas im Kopf haben
Jemandem schießt etwas durch den Kopf
Sich etwas aus dem Kopf schla­gen
Jemandem den Kopf ver­dre­hen
Den Kopf in den Wolken tra­gen
Jemand steht Kopf
Den Kopf ver­lie­ren
Den Kopf hän­gen las­sen
Etwas auf den Kopf stel­len
Hals über Kopf
Jemandem die Haare vom Kopf fres­sen
Jemanden vor den Kopf sto­ßen
Den Kopf hin­hal­ten
Es steigt einem etwas zu Kopf
Jemandem fällt der Himmel auf den Kopf
Um Kopf und Kragen brin­gen
Geld auf dem Kopf hau­en
Jemandem brummt der Schädel
Jemand hat einen har­ten Schädel
Sich das Hirn zer­mar­tern (oder ver­ren­ken)
Ein Gedächtnis (oder Hirn oder Gehirn) wie ein Sieb haben

Leber
Ihm ist eine Laus über die Leber gelau­fen
Frei von der Leber weg reden
(Ihre Vorschläge bit­te in die „Kommentare“ schrei­ben)

Lunge/Brust
Es ver­schlägt mir den Atem
Einen lan­gen Atem haben
Man hus­tet sich die Seele aus dem Leib
Es nimmt die Luft zum Atmen
Aufgeblasen sein, lang­at­mig sein
Sich die Lunge aus dem Hals schrei­en
Sich mal Luft machen
Erst mal durch­at­men
Schwach auf der Brust sein
Sich in die Brust wer­fen
Sich jeman­den zur Brust neh­men
Mit geschwell­ter Brust
Jemandem das Messer (oder die Pistole) auf die Brust set­zen
Am Busen der Natur
Eine Schlange am Busen näh­ren

Magen/Bauch
Etwas liegt einem schwer im Magen
Etwas schlägt einem auf den Magen
Da stößt uns etwas sau­er auf
Liebe geht durch den Magen
Man frisst etwas in sich hin­ein
Zuviel schlu­cken müs­sen
Etwas ver­dau­en müs­sen
Etwas dreht einem den Magen um
Das fin­de ich zum Kotzen
Es liegt mir wie ein Stein im Magen
Es hat mir den gan­zen Appetit genom­men
Ich bin so sau­er
Aus dem Bauch her­aus han­deln
Mein Bauch sagt mir,…
Auf das Bauchgefühl hören
Flugzeuge im Bauch haben
Ein flau­es Gefühl/ Wut/ Hummeln im Magen haben
Schmetterlinge im Bauch haben
Sich ein Loch in den Bauch ärgern
Sich einen Kringel in den Bauch lachen
Aus dem hoh­len Bauch
Jemandem ein Loch in den Bauch fra­gen
Sich die Beine in den Bauch ste­hen
Eine Bauchlandung machen
Auf den Bauch fal­len
Ein vol­ler Bauch stu­diert nicht gern
Den Magen in der Kniekehle hän­gen haben
An etwas knab­bern
Sich bei jeman­dem aus­kot­zen
Man frisst etwas in sich hin­ein (was spä­ter als Kummerspeck in die Sichtbarkeit drängt)
Sich ein Loch in den Magen fres­sen
Salz(säure) in offe­ne Wunden schüt­ten

Mund
Sich den Mund fus­se­lig reden
Den Mund (oder das Maul oder die Schnauze) zu voll neh­men
Den Mund (das Maul) (nicht) auf­krie­gen (auf­ma­chen)
Großmaul
Jemandem etwas in den Mund legen
Jemanden Mundtot machen
Jemandem den Mund ver­bie­ten
Jemandem das Maul stop­fen
Jemandem über den Mund fah­ren
Den Mund (das Maul oder die Klappe) hal­ten
Jemandem nach dem Mund reden
Jemand hat ein unge­wa­sche­nes Maul
Ein loses Maul (oder Mundwerk) haben
Sich das Maul zer­rei­ßen
Etwas (nicht) in den Mund neh­men
Von der Hand in den Mund
Jemand ist (nicht) auf den Mund (oder das Maul) gefal­len
Jemand nimmt kein Blatt vor den Mund
Jemandem den Mund wäss­rig machen
Jemandem Honig ums Maul (oder um den Mund) schmie­ren
Die Schnauze voll haben
Auf die Schnauze fal­len
Jemandem flie­gen gebra­te­ne Tauben in den Mund
Reden, wie einem der Schnabel gewach­sen ist

Muskeln
(Ihre Vorschläge bit­te in die „Kommentare“ schrei­ben)

Nacken
Hartnäckigkeit, hals­star­rig sein
Nackenschläge ein­ste­cken
Sich zu viel auf die Schultern laden
Etwas im Nacken sit­zen haben
Den Schalk im Nacken haben
Die Faust im Nacken spü­ren
Jemandem sitzt die Angst im Nacken

Nase
Den rich­ti­gen Riecher haben
Die Nase voll haben, ver­schnupft sein
Jemanden nicht/gut rie­chen kön­nen
Sich an die eige­ne Nase fas­sen
Die Nase in frem­der Leute Angelegenheiten ste­cken
Gefahr wit­tern
Die Nase vorn haben
Einen guten Riecher (oder eine gute Nase) haben
Jemanden nicht rie­chen kön­nen
Jemandem die Würmer aus der Nase zie­hen
Jemanden beschnup­pern
Mir stinkt’s
Auf der Nase lie­gen
Auf die Nase fal­len
Jemandem etwas auf die Nase bin­den
Sich an die eige­ne Nase fas­sen
Die Nase rümp­fen
Für etwas eine Nase haben
Mir gefällt sei­ne Nase nicht
Das sehe ich dir an der Nasenspitze an
Die Nase in etwas hin­ein ste­cken
Etwas direkt vor der Nase haben
Der Nase nach gehen
Jemandem auf der Nase her­um­tan­zen
Jemanden an der Nase her­um füh­ren
Jemanden mit der Nase auf etwas sto­ßen
Jemandem etwas vor der Nase weg­schnap­pen
Fass Dir an die eige­ne Nase
Nicht wei­ter als bis zur Nasenspitze schau­en

Nerven

Etwas raubt mir den letz­ten Nerv
Dünne Nerven haben
Angespannte Nerven haben
Ein ner­vö­ses Wrack sein
Etwas macht mich ner­vös
Nerv mich nicht
Du gehst mir auf die Nerven
Nervensäge

Nieren
Etwas geht mir an die Nieren
Etwas auf Herz und Nieren prü­fen
(Ihre Vorschläge bit­te in die „Kommentare“ schrei­ben)

Ohren
Wer nicht hören will, muss füh­len
Zu viel um die Ohren haben
Es kommt mir zu den Ohren wie­der her­aus
Ich zieh Dir die Ohren lang
Jemandem ein Ohr abkau­en
Jemandem die Ohren voll jam­mern
Jemandem ist etwas zu Ohren gekom­men
Jemandem etwas um die Ohren hau­en
Sich etwas hin­ter die Ohren schrei­ben
Ohrwurm
Jemanden ver­geht Hören und Sehen
Mauern haben Löcher, Wände haben Ohren
Zum einen Ohr hin­ein, zum ande­ren wie­der hin­aus
Jemanden einen Floh ins Ohr set­zen
Es faust­dick hin­ter den Ohren haben
Halt die Ohren steif
Ein offe­nes Ohr haben
Auf offe­ne Ohren sto­ßen
Taube Ohren haben
Auf tau­be Ohren sto­ßen
Bohnen in den Ohren haben
Ganz Auge und Ohr sein
Die Ohren spit­zen (oder auf­sper­ren)
Die Ohren offen hal­ten
Noch feucht (oder noch nicht tro­cken oder noch grün) hin­ter den Ohren sein
Mir den Ohren wackeln (oder schla­ckern)
Ein Arsch mit Ohren
Das ist Musik in mei­nen Ohren
Bis über bei­de Ohren in etwas drin­ste­cken
Bis über bei­de Ohren ver­liebt sein
Bis über bei­de Ohren grin­sen
Ein wah­res Schlitzohr sein

Po
Sich in den Hintern bei­ßen
Den Hintern (oder Arsch) zusam­men­knei­fen
Hummeln im Hintern (oder Arsch) haben
Sich auf den Hintern set­zen
Jemandem Dampf (Feuer) unter dem Hintern (Arsch) machen
Etwas geht einem am Arsch vor­bei
Jemanden am Arsch lecken

Rücken
Rückgrat zeigen/brechen
Sich (nicht) beu­gen
Einiges auf dem Buckel haben
Haltung zei­gen
Sich krumm machen
Jemanden in den Rücken fal­len
Jemanden den Rücken stär­ken
Den Rücken krumm machen
Den Rücken frei­hal­ten (oder decken), Rückendeckung geben
Jemandem den Rücken stär­ken
Mit dem Rücken zur Wand ste­hen
Den Rücken steif hal­ten
Etwas auf dem Rücken ande­rer aus­tra­gen
Etwas hin­ter jeman­des Rücken tun
Einen brei­ten Rücken haben
Jemandem (oder etwas) den Rücken keh­ren
Da läuft es einem kalt den Rücken run­ter
Rückgrat haben, kein Rückgrat haben; rück­grat­los sein
Jemandem das Rückgrat bre­chen
Jemand kann einem mal den Buckel run­ter rut­schen

Schulter
Jemandem über die Schulter schau­en
Jemandem die kal­te Schulter zei­gen
Etwas auf die leich­te Schulter neh­men
Eine schwe­re Last auf den Schultern tra­gen
Sich auf die Schulter klop­fen

Stirn
Jemandem die Stirn bie­ten
Jemandem steht etwas auf der Stirn geschrie­ben
Die Stirn run­zeln

Zähne/ Zahnfleisch
Jemanden die Zähne zei­gen
Sich durch­bei­ßen
Die Zähne zusam­men­bei­ßen
Auf dem Zahnfleisch gehen
Keinen Biss haben, Bissigkeit
Sich in etwas ver­bis­sen haben
Zahnlos sein
Das berei­tet mir Zahnschmerzen
Sich die Zähne aus­bei­ßen
Den Zahn wer­de ich dir schon noch zie­hen
Etwas zäh­ne­knir­schend sagen oder tun
Zähne zei­gen
Bis an die Zähne bewaff­net sein
Etwas zwi­schen die Zähne bekom­men
Auge um Auge, Zahn um Zahn
En stei­ler Zahn
Einen Zahn zule­gen
Einen Zahn drauf­ha­ben
Jemandem auf den Zahn füh­len
Für den hoh­len Zahn
Der Zahn der Zeit
Die Zähne des Windes
Den Letzten bei­ßen die Hunde
In den sau­ren Apfel bei­ßen
Ins Gras bei­ßen
Sich auf die Lippen (oder die Zunge) bei­ßen
Sich in den Hintern bei­ßen
Auf Granit bei­ßen
Mit dem ist (nicht) gut Kirschen essen
Auf dem Zahnfleisch krie­chen (oder gehen)
Haare auf den Zähnen haben

Zunge
Es liegt mir auf der Zunge
Sich etwas auf der Zunge zer­ge­hen las­sen
Doppelzüngig sein
Mit Engelszungen reden

Sonstiges
Den Magen in der Kniekehle hän­gen haben
Kummerspeck anfres­sen
Ich hus­te dir was
Schleim schei­ßen
Krümel kacken
Zu heiß geba­det sein
In die Luft gehen
Einen an der Waffel haben (oder an der Backe)
Durch den Wind sein
Außer sich sein
Innerlich kochen
Sich ins eige­ne Fleisch schnei­den
Das spür ich im klei­nen Zeh
Jemandem das Genick bre­chen

(Deine Vorschläge bit­te in die „Kommentare“ schrei­ben).

5 Kommentare

  1. bei Wut kommt einem die Galle hoch oder läuft einem die Laus über die Leber
    bei Angst hat man „Schiss“ oder Verstopfung
    Frust schlägt einem auf den Magen oder etwas stößt einem sau­er auf
    Familienprobleme erzeu­gen Herzeleid und wenn man es sich zu sehr zu Herzen nimmt, bricht es einem das Herz
    Fremdbestimmung nimmt einem die Luft zum Atmen und manch­mal muss man sich mal Luft machen
    Beziehungsprobleme in Partnerschaften oder mit Eltern kön­nen an die Nieren gehen
    schwie­ri­ge Aufgaben berei­ten Kopfzerbrechen oder machen gar kopf­los, aber man soll­te dabei nicht den Kopf in den Sand ste­cken
    Alltagsbelastungen sit­zen einem im Nacken, wenn man nicht sogar Nackenschläge ein­ste­cken muss­te, weil man sich zu viel auf die Schultern gela­den hat

  2. Ich ver­mis­se die Nerven:

    Etwas raubt mir den letz­ten Nerv
    Dünne Nerven haben
    Angespannte Nerven haben
    Ein ner­vö­ses Wrack sein
    Etwas macht mich ner­vös
    Nerv mich nicht
    Du gehst mir auf die Nerven
    Nervensäge

  3. Ich unter­rich­te Betreuungskräfte für Demenzbetreuung und Psychosomatik ist ein Lieblingsthema von mir. Damit kann man Menschen anders errei­chen und die Sprüchesammlung wür­de ich ger­ne im Unterricht mit ver­wen­den, denn vie­le ken­nen die­se Sprüche nicht mehr. Mit Hinweis auf die­se Seite, die einen Schatztruhe für Querdenker ist, bekom­men die Teilnehmer einen rie­si­gen Mehrwert.
    Vielen Dank für die Erstellung die­ser Seite und das Teilen des wert­vol­len Inhaltes.

  4. Eine klas­se Auflistung von Redewendungen! Vielen Dank dafür. Das zeigt doch sehr klar, wie stark unser Körper und unser Geist ver­knüpft ist und wie wich­tig eine ganz­heit­li­che Gesundheit ist.

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