Der Prozess der Angstentstehung

Weißt du, wie der Prozess der Angstentstehung abläuft?

Was passiert mit dir, wenn du Angstzustände bekommst?

Schaue bit­te hier zwei kon­kre­te Beispiele an:

1. Du musst morgen vor deinen Kollegen eine Rede halten.
2. Du hast einen Termin beim Arzt zur Untersuchung.

Die Szenarien in bei­den Varianten sind gleich. Nach dem ers­ten Gedanken schal­tet sich das KOPFKINO ein:

1. Ich habe rie­si­ge Angst vor allen auf­zu­tre­ten:

  • Ich wer­de sofort rot;
  • alle wer­den mich anstar­ren;
  • ich wer­de zit­tern und schwit­zen;
  • ich wer­de mich bla­mie­ren;
  • ich wer­de ohn­mäch­tig…

2. Ich habe Angst vor dem Arztbesuch:

  • Ich kann nicht rich­tig schla­fen und an nichts ande­res den­ken;
  • ich habe Angst, dass etwas ganz Schreckliches dia­gnos­ti­ziert wird;
  • ich habe Angst vor einer Fehldiagnose…

Und wei­ter läuft der lan­ge Film. Erst ein Drama, dann ein rich­tig düs­te­rer Horrorfilm. Fast ohne Unterbrechung. Das Kopfkino fängt mor­gens direkt nach dem Aufwachen an und läuft bis du abends zu Bett gehst. Du kannst immer häu­fi­ger nachts schlecht ein­schla­fen, wirst ner­vös, bekommst Schlafprobleme.

Mit der Zeit kon­zen­trierst du dich mehr und mehr auf dei­ne Angst und ver­lierst dadurch end­gül­tig dei­ne inne­re Ruhe.

So ent­ste­hen die Ängste.

Sofort oder stu­fen­wei­se fängt die Angst, wie ein Virus, mit der zer­stö­ren­den Arbeit an. Sie zieht alle dei­ne Gedanken immer mehr in ihren Bann, dich zwin­gend, noch öfter an sie zu den­ken. Doch je öfter du an sie denkst, des­to mehr ver­sorgst du sie mit Energie. Und so fängst du unbe­wusst an ein Monster in dir zu züch­ten.

Als Zeichen ihrer Dankbarkeit dafür, dass du sie mit dei­nen Emotionen füt­terst, fängt sie an dir erge­ben zu die­nen mit der Bereitschaft, dei­ne gesam­ten nega­ti­ven Gedanken aus­zu­fül­len.

Du bekommst von ihr immer das, wovor du dich fürchtest!

Und sie tut alles in ihrer Macht ste­hen­de dafür, die ent­spre­chen­den Umstände in dein Leben zu zie­hen. Es gibt nur einen Weg, um sich effek­tiv von Ängsten zu befrei­en:

Das KOPFKINO so früh wie mög­lich aus­schal­ten!

Schaffst du das? Hast du das schon mal pro­biert? Du kannst ver­su­chen, dich von dei­ner Angst abzu­len­ken: Im Garten arbei­ten, ins Fitnessstudio gehen, lan­ge Strecken mit dem Fahrrad zu fah­ren.

Aber du wirst mer­ken: die Angst ist immer bei dir. Sie ist immer da. Und jede Minute kann sie wie­der hoch­kom­men.

Das Kopfkino ist nichts ande­res als eine end­lo­se Reihe von DEINEN angst­er­füll­ten Gedanken!

Wenn du deine Gedanken loswerden kannst, dann schaltet sich das Kopfkino automatisch ab.

So ein­fach ist das. Ohne Therapie und ohne Medikamente. Und du kannst es sogar allei­ne schaf­fen!

Du kannst dei­ne düs­te­ren Gedanken sehr schnell los­wer­den, wenn du rich­tig vor­gehst. Du kannst dich auch von dei­nen Schuld- und Schamgefühlen befrei­en. Du kannst Selbstvertrauen auf­bau­en uvm. …

Der ein­fachs­te und schnells­te Weg, um die Angst über­win­den, ist also, ihr direkt in die Augen zu sehen, wie Dr​.med. Rüdiger Dahlke in sei­nem Buch „Krankheit als Symbol“ schreibt: Sie müs­sen der Angst frei­wil­lig Raum geben und sich mit ihr kon­fron­tie­ren.

Wenn Sie sich die Zeit neh­men, um sich mit Ihren Angststörungen, Angstzuständen, oder Panikattacken zu beschäf­ti­gen, wird Ihre Angst sich zufrie­den und voll Dankbarkeit, dass Sie ihr so viel Zeit gewid­met haben und sie „end­lich“ erkannt haben, von Ihnen ver­ab­schie­den. Sie haben sich dann erfolg­reich „soweit auf die Angst ein­ge­las­sen, [dass] sie ihren Schrecken [ver­lo­ren hat]“ (Dr. med. Rüdiger Dahlke).

Freiheit beginnt dort, wo Mut die Angst besiegt!

Heiko Keller

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